Gegen Klimawandel oder für den Himmel?

Führen biblische Befehle nicht manchmal in die Irre, bzw. lösen sie nicht bei Menschen ein Dilemma aus? Wenn Jesus sagte, dass wir uns ein Auge ausreißen sollen, trifft Letzteres sicher zu. Aber wie ist es mit dem Gebot du sollst nicht töten, wenn jeder Polizist oder Soldat mit jedem Schuss aus seiner Waffe gegen das göttliche Gebot verstößt, weil dabei ein Mensch ums Leben kam? Oder messen wir hier plötzlich mit zweierlei Maß?

„Gott, der HERR, brachte den
Menschen in den Garten von Eden.
Er gab ihm die Aufgabe,
den Garten zu bearbeiten
und ihn zu bewahren.“
(1. Mose 2, 15)

Und wenn Gott am Anfang der Bibel sagt, dass der Mensch die Schöpfung bewahren soll, müsste man dann nicht erst recht vom Neuen Testament mit dem Gebot, das Evangelium zu verbreiten, einen gleichstarken Schwerpunkt auf christliche Aktivität setzen? Aber was ist mit denen, die den Schöpfungsauftrag vom Anfang der Bibel als irrelevant betrachten und einfach ignorieren?

Vielleicht haben letztere – zumindest zum Teil – ein wenig von dem verstanden, wie die Bibel zu behandeln ist, dass nämlich nicht alle Gebote zu allen Zeiten gleichstarke Geltung haben. Immerhin sind entscheidende Filter der Bibel, durch die der Bibelleser schaut, der neue und der alte Bund. Ja, sogar mehrere Bundesschlüsse gibt es bei Gott mit den Menschen, nicht nur den der alttestamentlichen Gebote bei Mose, sondern auch schon den am Anfang der Schöpfung, wo es gilt, dass der Mensch als Verwalter, nicht als letzter Bestimmer, die Schöpfung bearbeiten, aber auch bewahren, also erhalten, soll.

Doch wie kann der Schöpfungsauftrag gleichstark gesehen werden, wenn der neue Bund davon spricht, dass es niemals dazu kommen wird, genau diese Schöpfung, diese Ökologie unseres Globus zu erhalten?

Gewiss, die Bilder von der Hochwasserkatastrophe, die dieses Mal nicht von einem anderen Kontinent oder fremden Land sind, gehen unter die Haut. Müssten wir nicht endlich aufgewacht sein, um den Klimawandel zu stoppen und die Welt und damit die Existenzbedingungen zu retten? Müssten wir nicht auch an die anderen Generationen denken?

Gewiss, ein Appell an die künftigen Generationen zu denken, mag hilfreich sein im Kampf gegen den Klimawandel, vor allem jenen, die eines Tages von den eigenen Enkeln zur Rede gestellt werden.

Aber ob die Enkel uns auch an die Worte Jesu erinnern: „Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen, aber Schaden an seiner Seele zu nehmen!?“ Ob jene Generation überhaupt noch weiß, dass diese Worte existieren. Und ob sie wissen, wie relevant die biblischen Botschaften über die Schöpfung, Naturkatastrophen u.a. schon immer gewesen waren? Oder sind wir selber an dieser Stelle zu Unwissenden oder Zweiflern geworden? Aber hat nicht auch die Botschaft zur Verbreitung des Evangeliums und über die himmlische, herrliche Ewigkeit Gottes Relevanz? Der Meerespegel mag sich von Jahr zu Jahr heben. Aber der Pegel über Kenntnisse biblischer Aussagen und ihrer Relevanz scheint eher zu sinken.

Wie mancher die ökologische Verantwortung gern an die Politik abgibt, so überlassen nicht wenige gerne Fragen des Glaubens und der persönlichen Rettung den Kirchen. Dabei waren und sind die biblischen Botschaften keineswegs (nur) für die Kirche, sondern für die Menschen generell bestimmt. Sie sind so universal gültig wie Gottes Liebe selbst. „Denn also hat Gott die Menschheit geliebt…“ beginnt einer der zentralen Verse des Neuen Testaments. Aber wer weiß schon, wie dieser Vers weitergeht? Und ob wir bedenken, dass – wie jede von Liebe geprägte Beziehung – auch die Beziehung zu Gott nicht mal mit einseitiger Passivität funktioniert?

Wir sollten bei aller nötigen und teils vorrangigen Hilfe für andere auch an diese andere Seite des Lebens und zwar an die des eigenen Lebens denken. Andere werden – im eventuellen Gegensatz zur Lösung ökologischer Probleme – nicht stellvertretend für uns handeln. Und Glückseligkeit, Gottes Liebe und nicht zuletzt den Himmel zu erfahren umfasst mehr als Engagement für ökologisches Gleichgewicht. Selbst wenn es uns gelingt, den Zeiger wieder einige Minuten vor zwölf zurückzudrehen: Die Welt will nicht nur ökologisch gerettet sein. Ob Flora, Fauna oder wir Menschen, trotz Klimawandel und Naturkatastrophen, ja gerade deshalb muss gelten: jedes Leben zählt, jedes – auch das eigene, hier und auch für alle kommenden Zeiten, auf dieser Erde und auch im Himmel.

Vielleicht mag der Leser jetzt ein wenig innerlich gespalten sein. Soll sich ein biblisch orientierter Christ jetzt gegen den Klimawandel engagieren oder eher für den Himmel? Damit dies nicht allzu sehr belastend wirkt, sollte ein jeder sich seiner spezielleren Berufung und Beauftragung im Klaren sein. Nicht alle, die von Jesus geheilt wurden, hatten den Auftrag zu dem Kreis seiner Jünger und Verkündiger dazu zu stoßen. Manche schickte Jesus einfach nach Hause, um zu Hause mit dem eigenen Leben zu zeigen, wie ein Leben mit Gott gestaltet wird – für die Gegenwart und mit Blick auf die Ewigkeit.

Und – das ist Dorfpastor zunehmend wichtig geworden – darüber hinaus sollte keiner den anderen verurteilen, wenn er nicht auch ihre, bzw. seine Meinung teilt. Vielleicht sind diese Unterschiede ja gerade gottgewollt – meint Dorfpastor.  

(Alle Fotos: pixabay, freie Nutzung)

Vom Glück der Geduld

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Auf einer Safari in Afrika sucht Jack die Big Five der afrikan. Tierwelt. „Safari des Lebens“ nennt John Strelecky seinen Titel dieser Geschichte über Fragen zu Glück und Zufriedenheit des Lebens.

Wir sind es gewohnt, unser Leben zu planen, in die Hand zu  nehmen, es so verlaufen zu lassen, dass sich unsere Ziele erfüllen.  Erst dann – so glauben wir – finden wir das Glück unseres Lebens. Doch wenn wir es gar nicht in der Hand haben? Wenn uns Umstände bedrängen, geduldig abzuwarten bis Gott die Führung unseres Lebens geändert hat?

„Wir wissen, schrieb der Apostel Paulus in der Bibel, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken. Sie sind ja berufen nach  Gottes gutem Plan.“

Manchmal müssen wir umdenken, wenn wir auf der Suche nach dem Glück unseres Lebens sind. Umdenken – das ist der Grundgedanke von Buße im biblischen Sinn. Vielleicht gilt es da, Abstand von etwas zu nehmen, weil wir utopisch nach Sternen greifen.  Vielleicht gilt es, zu akzeptieren, was wir derzeit nicht wollen, sich aber langfristig zum Vorteil verändert. Und wenn Gott das alles weiß und es in seinen guten Plan für unser Leben mit einbezieht? Sich ihm anzuvertrauen, sollte darum kein letzter Versuch am Ende unseres Lebens sein, sondern der erste, wenn wir über das Glück unseres Lebens nachdenken. Findest du nicht auch? – fragt Dorfpastor. 

(Kurzer Impuls. Ausstrahlung aus KW 20-2021 bei Radio Ostfriesland und Radio Nordseewelle)

Vom Glück des Augenblicks

Foto (c) pixabay.com

Die Big Five afrikan. Tierwelt aus nächster Nähe persönlich zu erleben, das schien für Jack das Lebensglück zu sein – schreibt J. Strelecky, amerikanischer Bestsellerautor in „Safari des Lebens“. Doch wenn man seine Ziele im Leben nicht erreichen kann, hat man dann kein Glück des Lebens?

Da begibt er sich auf die Reise, auf Safari in Afrika, um die Big Five der afrikanischen Tierwelt zu entdecken. Aber die lebenserfahrene Safariführerin hilft ihm, vor allem über fünf große Lebensfragen nachzudenken. Es geht um Jack, die Hauptfigur der Erzählung vom amerikanischen Bestseller-Autor John Strelecky und seine Geschichte „Safari des Lebens“. Teile daraus haben Mitarbeiter in unserer freikirchlichen Gemeinde nachgespielt. „Das Glück des Augenblicks“ nannten wir einen Teil.

Foto (c) Susanne Beeck  / pixelio.de 

Die Bibel sagt: was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber dabei seine Seele verliert.

Seele – das ist in der Bibel oft gleichbedeutend mit Leben. Man muss Gott treffen, ihm begegnen, um zu erfahren, was Leben ist. Man braucht den Moment der Begegnung mit ihm, den Augenblick, den man nicht übergeht.

Nur ca. 90 Sekunden dauern diese besinnlichen Gedanken, ein Anstoß, sich dem eigenen Leben und sich Gott zu stellen. Ob oder ob nicht – ich kann es nachvollziehen, dass Gott oft davon spricht, HEUTE auf seinen Anstoß zu hören, vielleicht gerade jetzt auf etwas zu achten, was als wichtiger Augenblick zählt. Schließlich will er unser Glück des Lebens.

Ob du das auch so sehen kannst, fragt Dorfpastor.

(Impuls, Ausstrahlung bei Radio Ostfriesland und Radio Nordseewelle, KW 20-2021)

Wenn Jesus Journalist wäre

Foto (c) P. Bork, pixelio.de

Da war er passiert, ein Unfall. Vorbeifahrende Personen zücken verbotener Weise mal wieder ihr Handy. Die Lust auf schlimme Nachrichten steckt nicht nur in Reportern und Journalisten.

Wäre Jesus doch Journalist geworden, dann hätten wir eine Version von guter, richtiger Präsentation der Umstände. Als z.B. eine Frau im Ehebruch ertappt wurde, überführte er die Gaffer und Ankläger und verhalf der Frau zu einem guten Abgang. Wäre Jesus doch Journalist geworden, hätte er doch einmal gezeigt wie man mit Menschen, die ins Fettnäpfchen treten, umgeht.

Wie verrückt ist eigentlich unsere Gesellschaft? Wie unlogisch ist da unser Denken. Wieso zieht unsere Neugierde uns zu dem was nicht mal unsere Psyche aufbaut – im Gegenteil.

Wir brauchen nicht erst nach zerbrochenen Existenzen Ausschau zu halten, um Beispiele einer kaputten Welt zu benennen. Die kaputte Welt steckt offensichtlich schon mitten in unserem Herzen.

Zum Glück hat es später der Apostel Johannes ganz klar und deutlich sinngemäß so formuliert: Wenn wir behaupten völlig in Ordnung zu sein, betrügen wir uns selbst und finden keinen Draht zu Gott. Wenn wir aber unsere dunkle Seite eingestehen und sie Jesus sagen, erleben wir Vergebung, und wir erfahren Gott. Und genau das will Gott. Ob wir das auch wollen?

(Ein Impuls, Ausstrahlung bei Radio Ostfriesland und Radio Nordseewelle in KW 20-2021)

Kein Weihnachten ohne Tiere!

Jesus wurde nicht in einer Herberge, sondern in einem Stall geboren – logisch. Schließlich waren Joseph und Maria bei der Suche nach einer Unterkunft überall abgewiesen worden. Das – so muss man aber sagen – ist doch nur ein vordergründiger Aspekt. Hätte Gott es nicht auch so führen können, dass Maria und Joseph im Haus einer armen, alten Witwe aufgenommen worden wären – frei nach dem Motto: Raum ist in der kleinsten Hütte? Gott hat doch zudem besonderes Mitleid mit Armen, Kranken und Schwachen der Gesellschaft. Dies hätte doch treffend die Nähe Gottes zu armen und wenig beachteten Menschen ausdrücken können.

Foto (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Oder Variante zwei: hätte Jesus nicht auch seine Geburt draußen, vor der Stadt, erleben können, so wie auch seine Kreuzigung, die ebenfalls draußen vor der Stadt geschah? Doch nun landen Joseph und Maria schlussendlich in einem Stall, dort wo das Vieh „wohnt“. Ob Schafe oder Esel, das lässt sich schlecht rekonstruieren. Aber es ist wie so oft, wenn die Bibel sich nicht klar dazu äußert. Dann meint sie nicht eine spezielle „Sorte“, sondern spricht etwas Grundsätzliches an. Es kann ja auch ein Pferd dort im Stall gewesen sein (dann wäre es der Stall eines reichen Menschen), ja, vielleicht auch ein Ochse, der scheinbar immer neben dem Esel in Abbildungen von der Krippe in Bethlehem steht.

Aber steht es in der Bibel wirklich so? Nein, und wird nicht oft ganz einfach nur die so genannte Heilige Familie abgebildet? Und manchmal schienen die Sterndeuter oder Hirten bevorzugt zu werden, weniger die Tiere. Letztere scheinen fast nur für die Verniedlichung der Szene, vielleicht für Kinder, passend zu sein.

Doch dieses Jahr war Dorfpastor echt geflasht als er seine Heiligabend-Kurzpredigt schrieb. Mit dem Wissen, dass selbst auch Tiere zum lebenden Teil der Schöpfung gehören und auch sie in Mitleidenschaft gezogen sind und dass Gott auch sie manches Mal seufzen hört, ging Dorfpastor nochmals neu in Gedanken die Frage der Erlösung, den Grund für das Kommen Jesu in diese Welt, an. Na klar, auch Tiere brauchen eine Erlösung. Und sie sind sogar sehnsüchtig darauf ausgerichtet, dass diese Erlösung endlich bei den „Kindern Gottes“ offenbar wird, weil sie, die Tiere, davon mit betroffen sind (s. Römerbrief Kapitel 8, 19-20).

Jesus kam dorthin, wo die Botschaft des Retters verkündigt werden musste: auch unter der Fauna, der Tierwelt! Aber steht denn nicht in dem bekannten Bibelwort, dass Gott so sehr die Menschen geliebt hat, sodass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat? (Johannesevangelium 3,16)

Auch wenn die Jahre des Griechischlernens schon lange vorbei sind: solche einen Vers vergisst man selbst in der biblischen Sprache nicht. Und in diesem Vers steht nämlich gar nichts von Menschheit oder Menschen. Hier steht das Wort Kosmos. Und das heißt mehr als Menschheit, nämlich: Welt und Weltall!

Wohin wir auch mit dem Fernrohr schauen können, in den Sternenhimmel, in ferne Länder und Landschaften, zu scheuen Tieren und Kreaturen in der Tiefsee – Gott liebt diese Welt, diese Schöpfung. Kein Wunder, dass er sie komplett retten und zurückgewinnen will.

Tja, liebe Leute von der Bibelübersetzung von „Hoffnung für alle“: ich habe euer Werk ja sehr gelobt. Ich lese selbst diese Übersetzung schon seit Jahren und finde die meisten Kapitel und Verse treffend widergegeben. Aber hier muss ich euch doch mal sagen: von „Menschen“ zu reden in diesem bekannten Vers von Johannes 3, 16, war kein kluger Schachzug. Das grenzt nur unseren Glauben ein, weil es einen großen Teil unserer Schöpfung ignoriert. Ihr hättet es beim bibleserver.com wenigstens so machen sollen wie die Version ‚Die Gute Nachricht‘, die in einer Anmerkung darauf verweist, dass hier eigentlich „Welt“ und nicht „Menschen“ steht.

Aber wenigstens hat dieses Mal die Weihnachtsvorbereitung bei Dorfpastor etwas Unerwartetes bewirkt: ein Stück veränderte, respektvollere und barmherzigere Einstellung zur Tierwelt. Das soll nicht heißen, man müsste mit allen wilden Tieren nun per Du sein. Wir sind ja noch nicht im verheißenen Friedensreich aus dem Buch des Propheten Jesaja und der Offenbarung. Auch muss niemand jetzt nicht Schlangen, Spinnen und sonstige Kriechtiere schön finden. Selbst innerhalb der Spezies ‚Mensch‘ kann man sich nicht für alle begeistern. Aber an Weihnachten einmal mehr an den vom Engel verheißenen Frieden auf Erden denken, auch unter der gesamten Schöpfung, das sollte problemlos möglich sein.

Franz v. Assisi und der Wolf von Gubbio, Foto (c) Peter Sebald  / pixelio.de

Und noch etwas hat Dorfpastor gelernt: Eine Darstellung der Geburtsszene Jesu ohne Tiere ist zweifellos unvollständig und keineswegs nur eine Geschmacksfrage. Wenn auch die Nächstenliebe in der Bibel nicht auf „Bruder Hund“ und „Schwester Katze“ bezogen ist und diese auch zu einem lebendigen Glauben geführt und getauft werden müssen, so sollte die Weihnachtsgeschichte jeden Tierquäler zur „Bekehrung“ bringen und alle übrigen zu einem respektvollen Umgang mit dieser Schöpfung. Darüber hinaus denkt Dorfpastor einmal mehr darüber nach, ob ein Hund im eigenen Haus nicht doch eine gute Option wäre.

Ob Dorfpastor aber nun zu einer Art Franz von Assisi mutiert, der auch den Tieren gepredigt haben soll, das wäre wirklich überzogen. Doch das zu begründen ist vielleicht mal ein separater Post wert. Aber gewiss wird es Tierfreunde aller Art freuen, dies zu lesen und festzustellen, dass Gott tatsächlich niemanden vergessen hat.

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Jesus und der Lockdown

40 Tage Lockdown – sogar für den eigenen Magen – machte Jesus, wie eine selbst verordnete Quarantäne in der Wüste, wo er 40 Tage lang fastete. Ein anderes Mal stand Jesus mittags an einem Brunnen als eigentlich der Getränkeladen Lockdown hatte, also geschlossen war. Nur eine Frau ging ganz irregulär zum Brunnen und versorgte Jesus mit nötigem Wasser. Und so fand Jesus seinen Weg. Selbst als man Jesus verschlossene Türen in einem Samariterdorf bot, war dieser Lockdwon kein Hindernis für den Weg der Liebe Jesu und seiner Berufung. Wenn Gott mit Menschen etwas vorhat – und das hat er mit jedem – dann gibt es zwar Hindernisse, aber keine Sackgassen. Das gilt erst recht für den Weg von Jesus in diese(r) Welt. Das gilt für Weihnachten:

Wenn Gott in Jesus in diese Welt kommt, ist Gott unstoppable.

Foto (c) Michael Belk, Journey with the Messiah

Herodes konnte damals das Leben Jesu als Neugeborener nicht töten und Maria und Josef wollten sich ihrem Auftrag auch nicht verweigern. Als Eltern konnten sie nicht verhindern, dass Jesus als 12jähriger im Tempel die Schriftgelehrten belehrte und die Erwachsenen konnten nicht verhindern, dass er die Kinder segnete, die zu ihm kommen wollten.

Nach 3 Tagen Lockdown war die Pandemie der menschlichen Sünde als Problem bei Jesus gelöst. Auch das Ordnungsamt, das gerne den Lockdown Jesu an seinem Grab zu einem Shutdown für immer und ewig gemacht hätte, konnte das nicht blockieen.

Foto (c) M. Fischer

Und wenn es nötig war, schuf Jesus selbst einen Lockdown, zum Beispiel für profitgierige Einzelhändler, als er gewaltsam die Verkaufstresen der Händler im Tempelvorhof rauswarf. Ihr Geschäftsgebaren war ein Lockdown für das Gebet der weitgereisten Gläubigen.

Gewiss, es gibt Barrieren auf dem Weg zu Gott, fremde und selbst produzierte – in Wort, Tat, in Kopf oder Herz. Aber Jesus reißt alle Barrikaden oder Sitten nieder, wenn es gilt, dass Menschen ihn finden sollen. Ob wir vielleicht die Advents-Botschaft von Johannes dem Täufer, „bereitet dem Herrn den Weg“, auch ein wenig falsch verstehen, weil es ja Jesus selbst ist, der auch für einen Zugang zu ihm und zum Vater im Himmel sorgt?

So kann auch Weihnachten nicht ausfallen, zumindest nicht für den, der es – pardon: ihn – feiern will. Weihnachten ist ja Geburtstag Jesu.

Vergiss das nicht, meint Dorfpastor.

Ermutigendes für ein bescheidenes Weihnachten findest du auch im öffentlichen Weihnachtsbrief, den du dir kostenlos bei Dorfpastors Gemeinde-Homepage runterladen kannst: HIER.

Da kommt noch was…

Vielleicht sitzt du gerade auf einem Ostfriesensofa? Vielleicht beim Tee? Du vermisst den regulären Besuch? Du wartest – gespannt oder gelangweilt? Warten – das ist doch das, was langsam aber sicher zum Fremdwort mutiert. Wer kann denn heutzutage noch warten? Selbst wenn man zuhört, ja sogar wenn man zuhört und zugleich zuschaut, also beim Fernsehen, macht man oft noch etwas nebenbei. Warten bis zur nächsten Szene? Dann wenigstens nebenbei ein paar Erdnüsse naschen.
Wenn mehr als 3 Personen eine „Schlange“ an der Kasse eines Supermarkts bilden, wird nicht selten sofort eine zweite Kasse eröffnet. Nur nicht den Kunden warten lassen. Gott sieht das völlig anders. Gott kennt das Timing, denn es heißt:

„Als dann aber die richtige Zeit herangekommen war, sandte Gott seinen Sohn…..“ (Galaterbrief 4,4)

Manche Menschen sind wirklich zu bewundern, besonders wenn man ihr Leben vom Ende her betrachtet. Dazu hier eine Geschichte, die in ihrem Kern auf wahren Begebenheiten beruht. Und dabei lernst du sogar noch ein wenig aus den Adventsgeschichten der Bibel. Diese Erzählung basiert auf dem Text des Lukasevangeliums, Kapitel 2, Vers 21 – 38: Dorfpastor erzählt: …. (Audio-Link)

Ostfriesensofas sind zu kurz!

Ostfriesensofas sind einfach genial, findet Dorfpastor. Zu zweit drauf sitzen, ein bisschen klönen oder Tee trinken. Und wenn man mal müde ist, klappt man die eine Lehne runter und kann sich etwas ausstrecken, obwohl es eigentlich zu kurz ist.

Eigentlich ist unser Leben vor Gott wie ein Ostfriesensofa – zum Klönen miteinander, zum Genießen, sich ausruhen. Aber es ist zu kurz: zu kurz, um an den Himmel zu gelangen, wo Gott wohnt. Es ist zu kurz, wenn es darum geht, so gut zu sein wie Gott. Für vieles im Leben empfinden wir uns schon anderen Menschen gegenüber zu kurz. Irgendwie kommen wir nicht vollends hier auf unsere Kosten. Selbst wer viel Schönes erlebt, für den ist das Leben hier oft zu kurz. Und schlimm ist es vor allem dann, wenn liebe Menschen nur kurz unsere Weggefährten im Leben waren. Zu kurz. Wir haben hier einfach keine Dauer-Aufenthaltsgenehmigung.

Dass das Ostfriesensofa eigentlich zu kurz ist, um darauf eine ganze Nacht zu verbringen, ist nicht weiter schlimm. Es ist halt nur für ein vorübergehendes Nickerchen gedacht. Aber so ist das auch mit unserem Leben hier.

Denke daran, wenn du das nächste Mal auf einem Ostfriesensofa sitzt: Unser Leben ist eigentlich zu kurz. Das findet auch Gott. Darum gab Gott uns mit Jesus eine Antwort, weil er tatsächlich den Menschen mit Gott verbinden kann, den Weg zu Gott, zum Himmel finden lassen kann, damit wir hoffentlich alle unsere vermissten Weggefährten treffen. Und dort wäre nichts mehr zu kurz, nur schön, sagt die Bibel, ewig schön. Denk‘ dran, wenn du das nächste Mal auf einem Ostfriesensofa sitzt – erinnert dich Dorfpastor.

Ein Beitrag von Dorfpastor für Radio Ostfriesland/Radio Nordseewelle, KW 42

Beichtstuhl oder Ostfriesensofa?

Beichtstuhl oder Ostfriesensofa? Wo würdest du lieber mit Gott im Gespräch sein, fragt Dorfpastor? Na klar, auf dem Ostfriesensofa. Beichtstuhl klingt nach schlechtem Gewissen. Und wer mag schon gerne sein schlechtes Gewissen aufwecken?

Früher hieß es immer, man müsse als Pastor den Leuten ins Gewissen reden. Heute findet Dorfpastor das gar nicht. Irgendwie – meine ich – bringt das auch gar nichts. Wer lässt sich schon von einem anderen Menschen was sagen?

Aber Jesus, der kam doch wegen der Sünde der Menschen. Wie hat der das eigentlich gemacht?

Da steht er mittags in der Hitze an einem Brunnen und beginnt mit einer Frau ein Gespräch über Durst nach Leben und Liebe – ausgerechnet mit einer Frau, die schon viele Beziehungen, wohl gescheiterte Beziehungen, hinter sich hatte.

Und was macht Jesus? Auf jeden Fall keine Vorwürfe! Vielmehr erzählt er: ich hätte da was gegen den Durst nach Liebe: Es ist Gottes Liebe, erfahrbare Liebe!

So macht Jesus das auch in dem Gespräch mit uns. Er sagt: Ich habe Liebe für dich, echte, tiefe Liebe. Bitte mich einfach. Ich habe was gegen den Durst.

Egal, ob wir auf einem Ostfriesensofa sitzen oder nachts wach im Bett liegen: rede mit Jesus, frag ihn. Jesus hat etwas gegen ungestillten Liebesdurst. Er ist ein Gott zum Plaudern auf dem Ostfriesensofa, mit einem Angebot, dass es nicht mehr nötig macht, nach etwas zu greifen, das einem später ein schlechtes Gewissen macht. So ist er – meint Dorfpastor.

Beitrag der KW 42 bei Radio Ostfriesland/Radio Nordseewelle

Was wir von Gottes Möbeln lernen können

Wo wohnt Gott? Diese Frage kann man schnell beantworten. Nicht in irdischen Häusern oder Kirchen, erklärte der Apostel Paulus. Aber wie wohnt Gott? Das ist eine ungleich schwierigere Frage. Wie ist Gottes „Haus“, Gottes himmlische „Wohnung“ ausgestattet? Vom Alten Testament her gesehen ist das keine Frage. Es waren die kostbarsten Hölzer und Erze, vergoldete Gegenstände, die besten Farben und teuersten Edelsteine. Gott knausert offensichtlich nicht – nirgends. Ein Apostel Paulus würde das mit einem umfassenden Kapitel über die Gnade aufzeigen. Keine Frage: Gott lässt es sich etwas kosten, wenn es um den Himmel geht. Ja, er lässt es sich sogar seinen einzigen Sohn kosten, damit Menschen durch Jesus in den Himmel finden.

Foto (c) R. Sturm, pixelio.de

Gott ist also verschwenderisch. Das zeigt auch die Schöpfung, in der es sicher viele Tiere oder Pflanzen gibt, für die wir bis heute keine großartige Bedeutung entdeckt haben. Überhaupt hat sich Dorfpastor, der Nichtraucher ist, schon lange gefragt, wozu denn überhaupt eine Tabakpflanze nützlich sei.

Wie auf Erden so im Himmel?

Ob wir eine Antwort darauf finden oder nicht: auf jeden Fall ist Gott sehr verschwenderisch und luxuriös. Ein Armenviertel gibt es ohnehin nicht im Himmel und selbst Mutter Theresa wird nicht in einer kleinen Hütte im Himmel leben – meint Dorfpastor. Und wenn schon die Gassen im himmlischen Jerusalem gemäß dem letzten Buch der Bibel mit Gold gepflastert sind und die Stadtmauer mit Edelsteinen gebaut ist, dann bleibt uns Erdenbürger fast die Spucke weg. Ja, dekadent wäre das – würde man aus unserer irdischen Sicht sagen. Himmel und Erde sind eben doch zweierlei. Und natürlich konnte man im letzten Buch der Bibel den Himmel nur in damals bekannten Bildern schildern.

Foto (c): privat

Wir haben zwar nun die Frage nach dem Hausbau geklärt, bleibt „nur“ noch die Frage nach dem, wie es innen drin aussieht. Auch das mag sich sicherlich nicht weniger luxuriös annehmen – ähnlich kostbar wie die Innenausstattung des Tempels gestaltet war.

Und wenn wir fragen, wie denn nun die Möbel in Gottes Haus und den vielen anderen himmlischen Häusern aussehen, dann können wir vielleicht bildlich etwas über Farben und Kostbarkeiten sagen, über edle Hölzer, die ggf. noch mit Gold überzogen sind. Aber ob es ein Hochschrank oder ein Sideboard ist, worin Gott seine „Unterlagen“ und „Akten“ aufbewahrt, bzw. das so genannte „Buch des Lebens“, das lässt sich schwer sagen, ja vielleicht sogar bestreiten. Eines ist nämlich sehr klar: er hat es nicht in irgendeinem Fach verstaut, denn: Gott hat keine Schubladen.

Leben ohne Schubladen?

Was wir Menschen gerne versuchen zu unterscheiden und bewerten, ob diese oder jene Kirche besser sei, ob dieser oder jene Christ mehr Glauben habe, umgeht Gott konsequent. Er hat zwar eine Meinung, aber in Schubladen hat er weder die Konfessionen noch die Menschen eingeteilt. Gott ist zwar ein Gott der Ordnung, aber Schubladen hat er nicht.

Luxuriös, verschwenderisch, keine Schubladen – irgendwie passt das alles nicht zu unserem menschlichen Stil. Wer hätte das gedacht: Gott ist offensichtlich doch so ganz anders als wir. Ob wir deshalb auch viel größer und besser und schöner von Gott denken sollten? Schön wär’s, wenn wir es könnten. Aber versuchen können wir es ja mal, einfach mal staunen über Gott, ihn loben für seine Genialität und Herrlichkeit. Vielleicht tut sich dann bei uns in Hirn und Herz eine neue Tür, eine neue Erkenntnis auf, denn Gott sagt (Psalm 50,23):

„Wer Dank opfert, der preiset mich. Und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.“

Schon probiert? Fragt Dorfpastor. Oder scheitert es daran, dass du dich nach gesellschaftlicher Tradition nicht von den an und ins (!) Herz gewachsenen alten, gewohnten „Möbelstücken“ mit den vielen Fächern und Schubladen trennen kannst? Für eine Horizonterweiterung oder gar aufrichtigeres Leben würde es sich jedoch lohnen.

Foto (c) Barnickel Polstermöbel, Vlotho/Exter

Hätte Dorfpastor ein Ostfriesensofa, was er sich schon lange für sein Gesprächszimmer wünscht, würde er sich äußerst schwer tun, davon zu trennen. Zum Glück hat es ja keine Schubladen. Vielleicht würde Gott dann ja selbst darauf Platz nehmen, weil er ja gerne als unsichtbarer Dritter bei Gesprächen dabei ist.

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Drive-in-Church? Na klar!

Corona machte es möglich: Kirchen feierten Gottesdienst als Drive-in Church, Gottesdienst à la Autokino. Gebet und Segen Gottes gehen auch durch eine Autoscheibe. Nicht nur hinter Glas und Blech, selbst unter der Erde könnte man Gott begegnen, sagte schon die Bibel (Psalm 139). Und Corona lehrt, dass man auch online Gottesdienste „besuchen“ kann, und wenn es sein muss beim Frühstück am Sonntagmorgen, notfalls sogar im Schlafanzug. Und wenn meine Gemeinde in diesen Tagen die Großtaufe Open Air am Badesee feiert, ist selbst die nasse Kleidung kein Hindernis. Nicht Äußerlichkeiten, sondern das Innere ist entscheidend, nicht der Sender oder der Ort, sondern der Empfänger, sagte Jesus. „Verstopfte“ Ohren, „geschlossene“ Augen und verschlossene Herzen, das hatte Jesus unter den Menschen seiner Zeit bemängelt, bedingt durch Sorgen oder falsche Prioritäten und Lebensplanung.

Foto (c) Thomas M. Müller, pixelio.de

Gewiss, Nahrung kann man im Drive-in-Stil zu sich nehmen – egal wo und wann und wie, auch die geistliche Nahrung, die Berührung von Gott. Doch sie will empfangen werden. Gott selbst will empfangen werden, ja, sogar wohnen will er in uns. Und das verändert nicht nur unsere Ansicht von Gottesdienst als Lebensstil, das kehrt die Bedeutung von Drive-in-Church komplett um. Dann ist unser Leben, dann sind wir selbst eine Drive-in-Church.

Foto (c) wileydoc/pixabay

Schon manche christliche Gemeinde hat ein Kino oder ehemalige Fabrik für Gottesdienste umfunktioniert und viel Segen darin erfahren. Und was bei Menschen mit toten Gebäuden geht, das geht bei Gott mit unserem Leben. Und weil Jesus gerade auch benachteiligten, kranken und verzweifelten Menschen neue Hoffnung geben kann, dann ist das Angebot Gottes, eine Art Drive-in-Church zu werden, eine tolle Möglichkeit, viel Gutes und Segen von Gott zu erfahren. Drive-in-Church? Ja, bitte! Ohne das „geht“ Glaube überhaupt nicht –  sagt das Neue Testament mit anderen Worten. Was spricht also dagegen? Unsere Vorstellung? Das wäre ein bedauerlicher Irrtum.

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Was “black lives”, Corona und Lukas 15 miteinander verbindet

Eigentlich hat Dorfpastor ja schon etwas zum Thema Corona und ‚Maske tragen‘ geschrieben. Aber die Aussage dazu im Lukasevangelium, Kapitel 15, ist so eindeutig, dass es nicht nur ein gutes Argument dafür ist, sondern auch zugleich an Wichtiges erinnert:

Ja, zugegeben, es ist total komisch zu denken, dass vielleicht niemand der 100 Personen in dem Zug oder Flugzeug das covid-19-Virus in sich trägt, aber doch alle eine Maske tragen. Aber man weiß es ja nicht. Und haben wir Christen nicht gelernt, dass ein großer Aufwand und Einsatz lohnt, wenn man das Leben nur eines einzigen anderen Menschen retten kann? Und ist nicht genau dies die Botschaft von Lukas 15, wo Jesus verdeutlicht, dass der Hirte deshalb so gut ist, weil er 99 „vernachlässigt“, aber das eine, was im Begriff ist, verloren zu gehen, sucht und nach Hause bringt?!

Das aber scheint bzgl. der Bemühung, Menschen das Evangelium zu vermitteln, in dem so genannten christlichen Europa und den Gebieten, in denen noch die Kirche im Dorf steht, kaum nötig: los zu gehen, anderen das Evangelium so mitzuteilen, dass sie Gottes Liebe persönlich in Anspruch nehmen. Gehören sie nicht alle irgendwo zu einer Kirche? Ist es nicht ähnlich wie mit dem Virus? Sind die meisten Menschen nicht sowieso von dem verderbenden Corona-Virus frei und deshalb der Mundschutz übertrieben?

Wenn Tausende von Masken tragende Menschen das Leben nur eines einzigen damit retten, so zeigt es: Das Leben des Einzelnen ist überaus wichtig. Und wenn sich Tausende auf den Einzelnen einstellen, wie viel mehr müsste es dann für das Verhältnis bei 99 zu 1 gelten, womit Jesus das Anliegen, die Verbreitung des Evangeliums zugunsten der Außenstehenden zu priorisieren, ausdrückt.

Foto (c) D. Hillmer, priv.

Wenn du bereit bist, eine Maske um anderer willen zu tragen, warum dann nicht auch die eigene Glaubens- und Alltagspraxis hier oder da einfach um anderer willen umstellen, statt sein eigenes Glaubens- und Gemeindeleben im Rahmen der „99“ weiterhin so zu pflegen, obwohl es praktisch unmöglich ist, dass bei gewohnter Praxis das Verlorene sich in den „heimatlichen, rettenden Stall verirrt“ ?

Egal wie man über die Hoffnung und Zukunft eines anderen Menschen denkt, ob er sich auf sakrale kirchliche Amtshandlung verlässt oder sich hinter der allgemeinen christlichen Ungewissheit verschanzt – wir wissen es nicht. Wir wissen es genauso wenig wie die mögliche Tatsache, dass andere um uns herum ggf. das für manche tödliche Virus in sich tragen. Wo wir nicht bereit sind wie Jesus, die Lebenspraxis um des anderen willen umzustellen, muss man sich bereits die Frage der Nächstenliebe gefallen lassen. die Maske trägt man ja auch um des anderen willen. Und der zählt genauso wie wir – wie Menschen mit dunkler oder heller Hautfarbe.

Der Slogan „black lives matter“ ist gut gemeint, aber verkürzt. Bei Gott gilt: „every life matters“, jedes Leben zählt. Deutlicher könnte es Lukas 15 und das Gleichnis vom verlorenen Schaf kaum sagen.

Ob es klug wäre, ein Schild vor dem Bauch zu tragen mit der Frage, ob unser Nächster von Jesus schon gefunden wurde, kann zu Recht bezweifelt werden, aber ob es Nächstenliebe ist, wenn wir uns weigern, eine Maske zu tragen, mindestens ebenso. Doch keineswegs bezweifeln können wir die Wahrheit Jesu, der uns mit seinem Gleichnis vom verlorenen Schaf vermitteln wollte: every life matters.