Ostfriesensofas sind zu kurz!

Ostfriesensofas sind einfach genial, findet Dorfpastor. Zu zweit drauf sitzen, ein bisschen klönen oder Tee trinken. Und wenn man mal müde ist, klappt man die eine Lehne runter und kann sich etwas ausstrecken, obwohl es eigentlich zu kurz ist.

Eigentlich ist unser Leben vor Gott wie ein Ostfriesensofa – zum Klönen miteinander, zum Genießen, sich ausruhen. Aber es ist zu kurz: zu kurz, um an den Himmel zu gelangen, wo Gott wohnt. Es ist zu kurz, wenn es darum geht, so gut zu sein wie Gott. Für vieles im Leben empfinden wir uns schon anderen Menschen gegenüber zu kurz. Irgendwie kommen wir nicht vollends hier auf unsere Kosten. Selbst wer viel Schönes erlebt, für den ist das Leben hier oft zu kurz. Und schlimm ist es vor allem dann, wenn liebe Menschen nur kurz unsere Weggefährten im Leben waren. Zu kurz. Wir haben hier einfach keine Dauer-Aufenthaltsgenehmigung.

Dass das Ostfriesensofa eigentlich zu kurz ist, um darauf eine ganze Nacht zu verbringen, ist nicht weiter schlimm. Es ist halt nur für ein vorübergehendes Nickerchen gedacht. Aber so ist das auch mit unserem Leben hier.

Denke daran, wenn du das nächste Mal auf einem Ostfriesensofa sitzt: Unser Leben ist eigentlich zu kurz. Das findet auch Gott. Darum gab Gott uns mit Jesus eine Antwort, weil er tatsächlich den Menschen mit Gott verbinden kann, den Weg zu Gott, zum Himmel finden lassen kann, damit wir hoffentlich alle unsere vermissten Weggefährten treffen. Und dort wäre nichts mehr zu kurz, nur schön, sagt die Bibel, ewig schön. Denk‘ dran, wenn du das nächste Mal auf einem Ostfriesensofa sitzt – erinnert dich Dorfpastor.

Ein Beitrag von Dorfpastor für Radio Ostfriesland/Radio Nordseewelle, KW 42

Beichtstuhl oder Ostfriesensofa?

Beichtstuhl oder Ostfriesensofa? Wo würdest du lieber mit Gott im Gespräch sein, fragt Dorfpastor? Na klar, auf dem Ostfriesensofa. Beichtstuhl klingt nach schlechtem Gewissen. Und wer mag schon gerne sein schlechtes Gewissen aufwecken?

Früher hieß es immer, man müsse als Pastor den Leuten ins Gewissen reden. Heute findet Dorfpastor das gar nicht. Irgendwie – meine ich – bringt das auch gar nichts. Wer lässt sich schon von einem anderen Menschen was sagen?

Aber Jesus, der kam doch wegen der Sünde der Menschen. Wie hat der das eigentlich gemacht?

Da steht er mittags in der Hitze an einem Brunnen und beginnt mit einer Frau ein Gespräch über Durst nach Leben und Liebe – ausgerechnet mit einer Frau, die schon viele Beziehungen, wohl gescheiterte Beziehungen, hinter sich hatte.

Und was macht Jesus? Auf jeden Fall keine Vorwürfe! Vielmehr erzählt er: ich hätte da was gegen den Durst nach Liebe: Es ist Gottes Liebe, erfahrbare Liebe!

So macht Jesus das auch in dem Gespräch mit uns. Er sagt: Ich habe Liebe für dich, echte, tiefe Liebe. Bitte mich einfach. Ich habe was gegen den Durst.

Egal, ob wir auf einem Ostfriesensofa sitzen oder nachts wach im Bett liegen: rede mit Jesus, frag ihn. Jesus hat etwas gegen ungestillten Liebesdurst. Er ist ein Gott zum Plaudern auf dem Ostfriesensofa, mit einem Angebot, dass es nicht mehr nötig macht, nach etwas zu greifen, das einem später ein schlechtes Gewissen macht. So ist er – meint Dorfpastor.

Beitrag der KW 42 bei Radio Ostfriesland/Radio Nordseewelle