Beichtstuhl oder Ostfriesensofa?

Beichtstuhl oder Ostfriesensofa? Wo würdest du lieber mit Gott im Gespräch sein, fragt Dorfpastor? Na klar, auf dem Ostfriesensofa. Beichtstuhl klingt nach schlechtem Gewissen. Und wer mag schon gerne sein schlechtes Gewissen aufwecken?

Früher hieß es immer, man müsse als Pastor den Leuten ins Gewissen reden. Heute findet Dorfpastor das gar nicht. Irgendwie – meine ich – bringt das auch gar nichts. Wer lässt sich schon von einem anderen Menschen was sagen?

Aber Jesus, der kam doch wegen der Sünde der Menschen. Wie hat der das eigentlich gemacht?

Da steht er mittags in der Hitze an einem Brunnen und beginnt mit einer Frau ein Gespräch über Durst nach Leben und Liebe – ausgerechnet mit einer Frau, die schon viele Beziehungen, wohl gescheiterte Beziehungen, hinter sich hatte.

Und was macht Jesus? Auf jeden Fall keine Vorwürfe! Vielmehr erzählt er: ich hätte da was gegen den Durst nach Liebe: Es ist Gottes Liebe, erfahrbare Liebe!

So macht Jesus das auch in dem Gespräch mit uns. Er sagt: Ich habe Liebe für dich, echte, tiefe Liebe. Bitte mich einfach. Ich habe was gegen den Durst.

Egal, ob wir auf einem Ostfriesensofa sitzen oder nachts wach im Bett liegen: rede mit Jesus, frag ihn. Jesus hat etwas gegen ungestillten Liebesdurst. Er ist ein Gott zum Plaudern auf dem Ostfriesensofa, mit einem Angebot, dass es nicht mehr nötig macht, nach etwas zu greifen, das einem später ein schlechtes Gewissen macht. So ist er – meint Dorfpastor.

Beitrag der KW 42 bei Radio Ostfriesland/Radio Nordseewelle

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