Mundschutz? Was Jesus meint:

Foto (c) Rike/pixelio.de 

Die Zeiten werden immer merkwürdiger. Jetzt müssen wir sogar noch mit Mundschutz einkaufen gehen. Nicht genug, dass wir social distancing praktizieren und überall auf Abstand gehen müssen und selbst dann, wenn wir nur eine Tube Zahnpasta brauchen, einen großen Einkaufswagen vor uns her schieben müssen.
Verrückt ist in dieser Zeit auch, dass man sich ausgerechnet in diesen schweren Zeiten wegen maskiertem Mund das Lächeln sparen kann – erst recht gilt dies für das verjüngte Botox-Gesicht. Wo man null Altersfalten erkennt, wird es jetzt auch schwer, Lachfalten zu sehen. Doch das ist mal wieder einer der Momente, wo es klar von Vorteil ist, zu seinem Alter zu stehen.

Warum Jesus für einen Mundschutz wäre? Nun, ein Mundschutz schützt andere, wenn man selbst spricht oder sonstwie „Äußerungen“ aus Mund oder Nase von sich gibt. Bezüglich Äußerungen, insbesondere verbaler Art, hatte Jesus schon immer eine klare „hygienische“ Meinung. Schließlich sagte er, dass das, was aus dem Mund rauskommt, verunreinigt. Das hat eine Zeit lang Dorfpastor ins Nachdenken gebracht, weil er als Berufsredner ja vieles von sich geben muss. Aber je länger je mehr er darüber nachdenkt, desto mehr musste er auch an die verbalen Reaktionen auf seine Berufsreden denken. Nicht alle sehen zuerst den Sinn, sondern zuerst die Ecke, an der sie sich stoßen – ob zu recht oder auch nicht. Immerhin hat Jesus gesagt, dass jeder, nicht nur Dorfpastor, von jedem unnützen Wort einmal Rechenschaft ablegen muss. Ja, das Thema Mundschutz ist ein wirklich herausforderndes Thema, denn kritisieren will gelernt sein. Kritisieren heißt zuerst einmal unterscheiden und dann entscheiden. Und die Frage von der Art der Äußerung ist dann noch eine ganz andere. Auf jeden Fall könnte ein verbaler Mundschutz, den man sich selbst gibt, das eigene Herz und das Herz anderer schützen.

Eigentlich könnte hier Dorfpastor leicht den Vorteil vom „Schweigen der (Ehe-) Männer“ anbringen. Aber das führt hier zu weit, und zu unausgewogen wäre es wohl auch. Doch klar ist eins: Jesus ist gegen jede Art von Verunreinigungen, insbesondere bzgl. des Redens, denn was aus dem Mund herauskommt, ist das, was nicht nur andere, sondern auch sich selbst beschmutzt (Matthäusevangelium 15,18).
Und wer es noch genauer wissen will, ob Jesus für oder gegen materiellen Mundschutz sei: Ja, er ist dafür, schon aus Liebe zum Nächsten – und darum geht es ja hier bei dem Gesetz, einen Mundschutz beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen. Jesus hat Rücksicht genommen, so sehr, dass er sich sogar mit seinem Leben für alle anderen eingesetzt hat. Mehr Demut und Rücksicht geht nicht. Jesus würde einen Mundschutz tragen.

Ob unter Menschen mit Mundschutz oder ohne zu Hause: Dorfpastor wünscht Dir einen behüteten und von Gott geführten Weg.

Zur Homepage der EFG Westoverledingen

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